Nachrichten

21.08.2017 15:32 von Tim Gerdes

Vier Kampfkünste an einem Tag - Budotag 2017 im SWO Dojo

Am 05.08. fand unser zweiter Budotag der Budo-Abteilungen des Schwarz-Weiß Oldenburg statt. Diese Tradition wurde letztes Jahr eingeführt und wurde aufgrund der guten Resonanz des letzten Jahres fortgeführt. Mit diesmal 50 Budoka konnten wir die Teilnehmerzahl vom letzten Jahr sogar deutlich übertreffen.

Der Budotag soll einen Einblick in die Budoabteilungen des Schwarz-Weiß Oldenburg geben und es den Abteilungen erlauben sich zu präsentieren, aber auch gemeinsam zu trainieren und neue Impulse für die eigene Kampfkunst oder einen Zugang zu einer weiteren Kampfkunst ermöglichen.

Der Tag begann mit der Trainingseinheit der Aikido-Abteilung. In dieser Einheit wurde zunächst Aikido generell vorgestellt. In dieser Kampfkunst wird vorwiegend deeskalierend gearbeitet. Es wird mit der Kraft des Gegners gearbeitet um sie gegen ihn zu verwenden. Hier wurde auch betont, dass ein wichtiges Ziel des Aikido die Schulung der Geisteshaltung ist und es somit auch um Konfliktvermeidung im Alltag geht. Es wird versucht eine Harmonie herzustellen.

Im praktischen Teil wurden 2 Techniken geübt. Hierbei handelte es sich zunächst einmal um die Technik Shiho-Nage (Vier-Richtungs-Wurf manchmal auch als Schwertwurf bezeichnet). Diese Technik zeigte bereits eine wichtige Funktion des Budotags, da sie ebenfalls im Karate und Ju-Jutsu geübt wird. Somit war auch gleich für 3 der 4 Abteilungen eine Verbindung geschaffen worden. Bei der 2. Technik handelte es sich dann um eine Variation bei der der Eingang zum Wurf abgeändert wurde.

Nach einer kurzen Pause folgte dann die Judo-Abteilung. Auch diese Einheit begann mit einem kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Kampfkunst. Judo wird mit der sanfte Weg übersetzt. Im Judo wird daher auch keine Kraft gegen eine Kraft eingesetzt. Druck wird mit Zug begegnet und Zug mit Druck. Jeder Wurf nutzt die Verteidigungsreaktion des Gegners zum verstärken.

Der praktische Teil begann dann auch mit dem was im Judo am allerwichtigsten ist. Der Fallschule. Der wichtigste Fall ist dabei Yoko-Ukemi (Fall seitwärts). Hierzu wurden alle Teilnehmer langsam und didaktisch gut strukturiert an die Technik herangeführt. Den Ju-Jutsuka war die Technik natürlich bereits bekannt und auch die Karateka erlernen diese Technik wenn auch nicht so intensiv wie im Judo.

Nachdem alle Teilnehmer nun verletzungsfrei fallen konnten ging es weiter mit einer Demonstration der wichtigsten Würfe im Judo. Danach wurde dann noch einmal die Technik De-Ashi-Barai in verschiedenen Variationen geübt. Dieser Wurf ist zwar auch im Karate bekannt wird dort aber aus anderen Situationen angewandt und daher war es für uns auch eine neuer Anreiz für diese Technik.

Als dritte Abteilung waren dann wir vom Karate an der Reihe. Roland gab hier ebenfalls einen kurzen geschichtlichen Abriss zur Entstehung des Karate. Danach ging es dann gleich in den praktischen Teil.

Das Thema war hier Yoko-Geri (Seitwärsfußtritt). Dieser Tritt zählt schon zu den etwas schwierigeren Tritten im Karate, da er nicht in die natürliche Bewegungsrichtung (vorwärts) durchgeführt wird. Somit ist es bereits eine anspruchsvolle Aufgabe für das Gleichgewicht und Timing. Es wurde zunächst mit Vorübungen zum lockern der Muskulatur begonnen. Hier wurde das Bein einfach nur seitlich hochgeschwungen mit Unterstützung des Partners. Dann wurde das anziehen des Knies geübt und schließlich der eigentliche Tritt. Weitergeführt wurde die Übung dann mit einer Form die den Yoko-Geri und Tai-Sabaki (Körperverschiebung im Raum) kombinierte und auf die dann ein 2. Yoko-Geri folgte.

Nach einer weiteren Pause schloss die Einheit der Ju-Jutsu Abteilung dann den Trainingsteil ab. Hier wurde zunächst Kote-Mawashi (Z-Hebel) geübt. Dieser Hebel ist sowohl im Karate, Ju-Jutsu als auch im Aikido bekannt. Daher meisterten die meisten Teilnehmer diese Aufgabe noch recht gut. Schwieriger wurde es dann als die Verteidigung gegen den Hebel gezeigt wurde und dann diese Verteidigung wieder ausgekonntert werden sollte. Hierzu wurde Ude-Garami (Kreuzfesselgriff) verwendet. Das ausführen des eigentlichen Hebels erwies sich dabei noch nicht einmal als das größte Problem sondern vielmehr die Technik so anzusetzen, dass der andere keine Möglichkeit zu einem Kontern hat.

Damit endete dann der praktische Teil der sicher bei vielen Teilnehmern das Bewusstsein dafür geschärft hat wie eng die Kampfkünste miteinander verbunden sind und das viele Prinzipien sich auch in anderen Kampfkünsten wiederfinden.

Den Abschluss des Tages bildete dann ein gemeinsames Grillen das trotz des generell verregneten Sommers im trockenen stattfand. Ich denke die Teilnehmer hatten alle Spaß und ich freue mich bereits auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Weiterlesen …

03.06.2017 19:32 von Christina Biendara

Karatesportabzeichen 2017 im SWO

Kinder der Karate Dojos der SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V. und des TV Metjendorf erhalten eine Auszeichnung für ihre gute und vielseitige Leistungsfähigkeit

 

Am Samstag, den 3. Juni 2017 haben insgesamt sechszehn Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren, davon zwei aus dem Dojo TV Metjendorf und vierzehn aus dem Karate Dojo der SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V., ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Um die nächste Stufe im Rahmen des Karate Sportabzeichens des DKV zu erwerben, haben die Kinder insgesamt sechs Disziplinen absolviert, in denen ihre allgemeinen und karatespezifischen Fähigkeiten geprüft wurden. Michael Gerdes-Röben und ein Helferteam legten bei der Begleitung Wert auf die Überprüfung der Geschicklichkeit und der Orientierungsfähigkeit, der Bauchmuskel- und Rückenmuskelkraft, der Sprungkraftausdauer und –Rhythmus, der Arm- und Rumpfkraft und der allgemeinen Ausdauer. Je nach Altersstufe und je nachdem welches Abzeichen erreicht werden sollte, gab es bestimmte Anforderungen zu erfüllen, manchmal auch auf Zeit. Diese waren wahrlich nicht immer leicht zu erreichen und jeder Test war eine Herausforderung für sich. Am Ende wurde die Anstrengung jedoch belohnt: alle teilnehmenden Kinder konnten die Abzeichen für das Erreichen der Stufen Kosho (Samuraikind), Wakato (Jungsamurai) und Jushi (Samurai) unter dem Applaus der Eltern entgegen nehmen. Herzlichen Glückwunsch!

 

Weiterlesen …

27.05.2017 18:50 von Christina Biendara

Kata Bunkai Lehrgang mit Roland Ahlers, Michael, Tim und Juliane

Hinter dem verschlüsselten System Kata stecken zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für die darin enthaltenen Techniken. Diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen, Umsetzungsmöglichkeiten kennenzulernen, zu verstehen und umzusetzen ist interessant, umfangreich und herausfordernd zugleich. Es ist schon eine besondere Chance, sich einfach mal einen ganzen Tag lang vertiefend diesem Thema widmen und auf fachkundige Unterstützung zurückgreifen zu können.

Bei dreißig Grad im Schatten haben sich 22 Karateka aller Gurtfarben aus der Karateabteilung der SG Schwarz-Weiß-Oldenburg e.V. und einige Gäste zusammengefunden, um von dem erfahrenen Trainerteam zu lernen: und dabei handelte es sich nicht nur um „erfahren“ im eigentlichen Sinne, sondern auch um ganz praktische Erfahrungen, welche jüngst von einigen der Lehrenden im Rahmen ihrer bestandenen DAN-Prüfungen und den vorangegangenen Vorbereitungsarbeiten gemacht wurden. Dankenswerter Weise gaben sie Erfolgsgeheimnisse aus ihren Schatzkisten preis: nämlich entschlüsselte Anwendungen, die aus ihrer Sicht gut funktionieren. Von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr konnten die TeilnehmerInnen in jeweils vier Blöcken zwischen den Kata Heian Sandan, Tekki Shodan, Jion / Heian Yondan, Empi, Kanku Dai / und Heian Godan, Saifa, Bassai Dai wählen. In den letzen beiden Lehrgangseinheiten ging es um das Erlenen der Gankaku oder der Nijushiho.

Die Einheiten waren jeweils so konzipiert, dass den TeilnehmerInnen viel Zeit zum Einstudieren der Sequenzen gegeben wurde. In den Kleingruppen konnten stets individuelle Nachfragen beantwortet, Bewegungsanalysen durchgeführt und Tipps für Verbesserungen gegeben werden. Wechselnde Übungspartner verhalfen dazu, sich immer wieder auf andere Gegebenheiten wie Größe, Gewicht und veränderte Distanzen einzustellen und daran zu feilen, dass die Anwendungen auch bei unterschiedlichen Bedingungen funktionieren. Ein Eis in der Mittagspause sorgte für willkommene Abkühlung. Hoffentlich wird dieses exklusive Lernangebot irgendwann wiederholt. Wer nicht dabei sein konnte, sollte sich diese Gelegenheit nicht noch einmal entgehen lassen!

Weiterlesen …

08.05.2017 11:41 von Frank Oppenheimer

Karatelehrgang auf Mallorca mit Lothar Ratschke und Andre Weinert

Am 6. Und 7. Mai brechen drei Karateka aus Oldenburg, Juliane, Roland und Frank, bei typisch norddeutschen Temperaturen auf, um eine Woche Karatetraining auf Mallorca zu genießen.
Inoffizielle Eröffnung ist das gemeinsame Essen (und Trinken) am Sonntagmittag. Bei Rotwein, Knoblauchbrot und iberischem Käse und Schinken können wir uns so richtig einstimmen.
Der eigentliche Lehrgang startet dann am Montag um 07:30 mit dem Qi-Gong Aufwärmtraining am Strand  - also vor dem Frühstück! Um 09:30 geht es frisch gestärkt mit ca. 60 Karatekas erneut zum Strand, der nur wenige Meter vor dem Hotel liegt. Diesmal zum klassischen Karatetraining, vielfältige Kata und immer wieder zur Vertiefung Bunkai. Das besondere ist das Training am Meer im Sand, bei strahlend blauem Himmel und 20-25 C. Ganz wichtig: Sonnencreme nicht vergessen. Wer mag kann dann noch eine weitere Stunde Han Bo trainieren.
Die zweite Einheit findet - aufgeteilt in drei Graduierungsgruppen - am Nachmittag im Dojo statt.
Lothars Training war wie immer eine tolle Mischung aus Theorie und Praxisteilen. Besonderen Wert wurde wieder auf das Prinzip Hen Te wasa gelegt, also die Techniken von Punkt zu Punkt auszuführen, um durch schnelle. Kombinationen dem Gegner wenig Zeit zum reagieren zu lassen. Eine Woche Karate bietet ausreichend Zeit, um immer wieder auf theoretische Inhalte zurückzukommen. So wurde die Geschichte des Karate in Okinawa, Japan und Deutschland aufgegriffen, verfeinert mit einigen Anekdoten über die alten Meister, wie z.B. Meister Funakoshi. Auch verschiedene Schriftzeichen wurden in ihre einzelnen Elemente zerlegt und erklärt, so wie in den Zusammenhang mit verwandten Schriftzeichen gebracht.

Am trainigsfreien Mittwoch haben wir einen sehr schönen Ausflug zum Paellaessen gemacht.

Am Freitag haben drei Karateta erfolgreich ihre Dan-Prüfungen abgelegt. Wir gratulieren herzlich und natürlich ganz besonders Juliane zu ihrem 1. Dan (hier im Bild mit ihren Prüfern Lothar und Andre).

Für mich war dies der erste Lehrgang auf Mallorca. Die Erwartungen waren sehr hoch, nachdem Roland und Juliane so begeistert berichtet hatte. Es ist aber auch einfach toll. Ich kann nach meiner ersten Teilnahme nur jedem Karatebegeistertem raten, sich diesen Lehrgang zu gönnen. Man lernt nicht nur viel über Karate sondern trifft auch viele nette Karateka auch dem ganzen Bundesgebiet.

Nach einer letzten Trainingseinheit am Samstagvormittag, in der kurz noch einmal alle Themen der bisherigen Einheiten angeschnitten wurden, ging es zumindest für Frank und Juliane wieder nach Hause. Aber das ist nur vorübergehend, denn in 357 Tagen geht es schließlich wieder los. Vielen Dank an Sensei Ratschke, dass er diese wunderbare Mischung aus Urlaub und Training Jahr für Jahr ermöglicht.

Weiterlesen …

06.05.2017 16:00 von Christina Biendara

Lehrgang mit Bernd (9.Dan) und Tim Milner (4.Dan) in Brake am 6. Mai

Mit insgesamt elf Karateka der Sportgemeinschaft Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.,
darunter sechs Erwachsene und fünf aus dem Kinder- und Jugendbereich, machten wir
uns auf den Weg in die Wesermarsch, um Anregungen von Bernd und Tim Milner zu
erhalten. Das von ihnen vermittelte Karate erlebten wir als einen Mix aus interessanten
Bunkai-Sequenzen, Kumite-Übungen und einer Mischung aus Herausforderung, sowie
Spaß an der Umsetzung. Durch die zwei anwesenden Generationen profitierten wir von
der Weitergabe teils sehr altem, traditionellem Wissen, als auch von der Vermittlung
moderner Wettkampfkniffe. Es wurde stets genügend Zeit eingeräumt, um das Gezeigte
selbst so lang einstudieren zu können, bis es zufriedenstellend umgesetzt werden
konnte.

Nach einer Kombination aus interessanten Koordinations- und Kraftübungen zur
Aufwärmung vermittelte Bernd Milner (auf dem Foto: obere Reihe, 4.v. links) zunächst
einzelne Sequenzen der Kata Sochin. In Partnerübungen konnte jeweils direkt das
gezeigte Bunkai eingeübt werden, was auch sehr gut funktionierte.

Tim Milner begann seine Lehreinheit mit einem Mix aus einfachen, lockeren Kumite-
Übungen und Partner-Dehnübungen. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgewärmt
war, kam spätestens ins Schwitzen, als die TeilnehmerInnen in Fünfergruppen unterteilt
wurden. Nun ging es jeweils für einen Karateka in der Mitte darum, vier Gegnern
auszuweichen und zu kontern. Bei der darauf folgenden Partnerübung war es ebenso
wenig angebracht, zu langsam zu sein. Es galt, einem von oben und senkrecht nach
unten geschwungenen Gürtel seitlich auszuweichen. Tim machte darauf aufmerksam,
dabei die Distanz zum Gegenüber nicht zu groß werden zu lassen. Die nächste
Übungsvariante wurde zu viert ausgeführt. Es gab jeweils drei Angriffe (1. Kizami zuki /
Gyaku zuki, 2. Ura Mawashi geri jôdan und 3. Mawashi geri jôdan – jeweils mit dem
hinteren Bein). Abgewehrt wurden diese Angriffe jeweils hauptsächlich durch
schützende Blöcke mit gleichzeitigen Ausweichbewegungen nach hinten und zur Seite.

In der letzten Lehrgangseinheit des Tages widmete sich Bernd dem Tai Sabaki. Hier ging es um Veränderungen des Körpers im Raum. Diese Rotationsübungen wurden zunächst in der Grundform, dann in der Anwendung demonstriert. Auch wenn es teilweise schwierig war dabei die Balance zu halten, hat auch diese, insgesamt sehr dynamische Einheit, sehr viel Spaß gemacht. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die angereisten Karatemeister einen sehr freundlichen und humorvollen Umgang mit uns TeilnehmerInnen pflegten. Einer unserer jungen Schüler erhielt sogar eine ganz
besondere Signatur in seinen Pass: Bernd Milners Namen in japanischen Schriftzeichen, wofür jahrelanges Üben notwendig war, so Milner (mit einem verschmitzen Lächeln).

Weiterlesen …

09.04.2017 16:17 von Christina Biendara

Kyu-Prüfungen am 9. April

Nicht nur die Technik zählt - ebenso sind Werte wie zum Beispiel die Hilfsbereitschaft wichtig im Karate . Das und noch viel mehr hat Michael Gerdes-Röben seinen Schützlingen im Rahmen des Prüfungsvormittags nahe gebracht. Gemeinsam mit Thomas Weber sah er sich die umfangreichen Darbietungen der insgesamt sieben Prüflinge ganz genau an. Und so wurde die Prüfsituation nicht nur dazu genutzt, dass die KarateschülerInnen Ihr Bestes zeigen durften. Sondern auch dafür, ihnen individuelle Übungshinweise mit auf den Weg zu geben.

Die ruhige, konzentrierte Atmosphäre wurde lediglich dann und wann durch einen Applaus unterbrochen, den sich die Prüflinge gegenseitig für die gezeigten Leistungen zukommen ließen. Dieser war in jeder Hinsicht verdient. Alle haben nämlich den nächsten Kyugrad erreicht.

Herzlichen Glückwunsch!

Weiterlesen …

11.03.2017 07:29 von Tim Gerdes

Lehrgang bei André Wehnert in Kerpen

Am 11.03. genau einen Monat nachdem er als Prüfer bei uns war besuchte ich André Wehnert zu einem Lehrgang in seinem Heimatdojo in Kerpen. Da Lothar Ratschke leider aus persönlichen Gründen verhindert gewesen ist hielt sich die Teilnehmerzahl in Grenzen. Trotzdem hatten wir alle Spaß und haben einiges gelernt.

Das Thema der 1. Einheit der Oberstufe war die Kata Jitte. Zunächst wurden Partnerüben gezeigt und danach der Ablauf der Kata erlernt. Nachdem der Ablauf dann bei allen bekannt gewesen ist wurde noch auf Details des Bunkai eingegangen.

Nach einer Mittagspause ging es dann mit einer gemeinsamen Einheit weiter. Die Einheit begann mit Übungen zum propriozeptivem Training. Hierbei geht es um die Wahrnehmung von Körperbewegungen und Lage von Gelenken. Hierbei stellte sich wieder einmal heraus, dass Karate auch ein Gesundheitssport ist denn die Übungen konnten von allen Teilnehmer gut umgesetzt werden. André ging hierbei auch darauf ein, dass wir durch Karate bereits die propriozeptiven Sensoren trainieren was auch wichtig ist da diese im Alltag oftmals nicht genug genutzt werden und somit verkümmern.

Zum Abschluss der gemeinsamen Einheit ging André dann noch einmal auf Kakiwake-Uke ein und zeigte, dass man mit dieser Abwehr einen ganzen Kampf bestreiten kann da sie so vielseitig ist. Das wurde dann auch in Partnerübungen bewiesen.

Die gemeinsame Einheit bildete dann auch den Abschluss eines erfolgreichen Lehrgangs bei dem ich mich schon auf das nächste Mal freue.

Weiterlesen …

04.03.2017 08:40 von Tim Gerdes

Lehrgang mit Hanshi Fritz Nöpel (10. Dan)

Am Samstag den 04.03. fand wieder der diesjährige Lehrgang mit Fritz Nöpel in Osnabrück statt. Dieser Lehrgang hat mittlerweile eine langjährige Tradition und ist eine gute Möglichkeit für Karateka aus allen Stilrichtungen von Hanshi Fritz Nöpel zu lernen, da der Lehrgang stilrichtungsoffen gehalten wird.

Fritz Nöpel überzeugte auch diesmal wieder durch seine freundliche Art und sein fundiertes Wissen um Karate welches er sich in 61 Jahren Karate erworben hat.

Zu Beginn des Lehrgangs zeigte er die Kata Tensho welche Wurzeln im chinesischen Kung Fu hat und bereits über 2000 Jahre alt ist und somit auf die Zeit des ersten chinesischen Kaiserreichs zurückgeht. Er ging hierbei besonders darauf ein, dass jede Kata eine chinesische Geschichte hat und die Kenntnis dieser Geschichte die Analyse der Anwendungen deutlich erleichtert. Im Falle der Kata Tensho ist dies ein Kampf zwischen einem buddhistischen Mönch der das Kloster verteidigt und einem Eindringling auf einer Hängebrücke. Obwohl diese Kata im Shotokan nicht gelehrt wird ließen sich dann die Anwendungen von uns umsetzen, da die Techniken des Gojo-Ryu welches Fritz Nöpel ausübt auch bei uns bekannt sind.

Da die Kata Tensho vorwiegend mit den offenen Händen arbeitet befassten wir uns danach mit der Technik des Teisho sowohl als Abwehr (Uke) wie auch als Schlag (Uchi) und Stoß (Tzuki). Hier wurden dann auch Erkenntnisse über die unterschiedlichen Distanzen vermittelt wobei festgestellt wurde, dass wir im Shotokan eher größere Distanzen nutzen als im Gojo-Ryu.

In der zweiten Einheit ging Fritz Nöpel dann auch noch einmal auf die Tiere im Karate ein. Dies ist ein Themengebiet welches oftmals im Karate vernachlässigt wird, da es aus den chinesischen Ursprüngen kommt und die chinesischen Einflüsse in Japan abgelehnt wurden. Fritz Nöpel zeigt hier wieder, dass es sein Spezialthema ist und er glücklicherweise Karate bei einem der wenigen Japaner erlernte welche die chinesischen Einflüsse nicht ablehnten.

Um es mit den Worten von Fritz Nöpels Sensei zu sagen „Ein Lehrgang auf dem man auch nur eine Sache gelernt hat hat sich bereits gelohnt“. Ich für meinen Teil habe mehr als eine Sache gelernt und freue mich bereits auf das nächste Jahr.

Weiterlesen …