Nachrichten

03.11.2018 12:36 von Frank Oppenheimer

Roland Ahlers nun 6. Dan!

Für die Prüfung, die zu den hohen DAN Prüfungen zählt, musste Roland sich ein Jahr vorher anmelden und die Zulassung bei der Prüfungskomission des DKV beantragen. Diese erfolgt nicht automatisch, wie bei den Prüfungen bis um 5. DAN. Zusätzlich musste 6 Monate vor der Prüfung eine Ausarbeitung über ein Karate bezogenes Thema eingereicht werden. Es finden pro Jahr auch nur max. 4 Prüfungen ab 6. DAN im SOK statt.

Die Prüfung fand am 27.10.18 in Ingolstadt (Bayern) statt.

Als Prüfer waren da:

Hanshi Fritz Nöpel – 10. DAN

Kyoshi Lothar J. Ratschke – 8. DAN

Kyoshi Fritz Oblinger – 8. DAN

Wir gratulieren alle herzlichst zur bestandenen Prüfung und sind stolz auf Rolands Leistung. Es zeigt uns natürlich auch, wieviel man durch konzentriertes und zielgerichtetes Training erreichen kann.

Wir Schüler dürfen uns also nicht ausruhen, sondern sollten - wenn auch auf niedrigerem Niveau - unser Karate weiter verbessern und uns so ein Beispiel an Roland nehmen. Ganbarimashou mina san!

 

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13.10.2018 07:41 von Christina Biendara

Sport&Spaß beim KiJuLe mit Übernachtung im Dojo

An zwei Tagen und einer Nacht durften 14 Mädchen und Jungen der Karateabteilung des SWO und weiteren befreundeten Vereinen, das Dojo an der Auguststraße mal ganz anders erleben. So wurde er nicht nur zur Trainings-, sondern auch zur Spiel-, Essens- und Schlafstätte.

Am Samstag ging es um 10:00 Uhr mit der ersten Trainingseinheit los, in der Juliane die Teilnehmer/-innen auf das bevorstehende Kata-Turnier am nächsten Tag vorbereitete. Nach dem Mittagessen gab es ausreichend Zeit für freies Spiel. Anschließend hat Leonie die Gruppe durch das „Angeber-Spiel“ geleitet. Dabei war echte Teamarbeit gefragt: Es galt unterschiedliche Aufgaben zu lösen, die aber pro Team nur von einer auserwählten Person bewältigt werden durften. Außerdem mussten die übrigen Teammitglieder schätzen, wie erfolgreich diese Person dabei sein würde. Es war sehr interessant zu erleben, wie lebhaft und mit welchen Argumenten die Teams in Diskussion gingen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Zwischenzeitlich traf Frank ein, worüber sich alle sehr gefreut haben. Diese Freude hatte vielleicht auch ein wenig damit zu tun, dass er für alle ein Eis mitgebracht hatte.

In der zweiten Trainingseinheit wurde das Kata Training noch einmal durch die Video-Methode verstärkt. Die gezeigten Kata wurden jeweils gefilmt und anschließend gemeinsam analysiert. Dabei zeigten sich die Kinder und Jugendlichen als echte Selbstexperten, indem sie Verbesserungspotentiale erkannt und Möglichkeiten zur Abhilfe benannt haben.

Nach einer kleinen Kuchenpause kehrte die Gruppe in das benachbarte Vereinsheim ein. Dort wurde zunächst in unterschiedlichen Teamkonstellationen gekegelt. Auch dabei wurde so mancher vom Ehrgeiz gepackt und es wurde hier und dort an der Technikverbesserung gefeilt. Auch, wenn der Spaß natürlich stets im Vordergrund stand. Anschließend lockten Pommes, Bratwurst und hausgemachte Chicken-Nuggets an die Tische der Gaststätte.

Die letzte, abendliche Trainingseinheit verlief etwas anders als üblich: nämlich im Dunkeln. Durch den Einsatz eines Scheinwerfers wurden Schattenkämpfe möglich, die gebannt beobachtet wurden.

Am geplanten Spieleabend nahmen nur noch die Betreuer und eines der Kinder teil. Einige waren schon sehr müde und unterhielten sich noch eine Weile, eingekuschelt in ihren Schlafsäcken. Die meisten freuten sich jedoch, sämtliche Räume des Dojos zum Verstecken spielen nutzen zu können.

Zum Einläuten der Nachtruhe wurde noch eine Karate Geschichte vorgelesen mit dem Titel „Siegen ohne zu kämpfen“. Alle lauschten gespannt zu. Wem dadurch noch nicht die Augen zugefallen war, philosophierte noch ein wenig über den Sinn dieser Geschichte mit. Nämlich, dass nichts unversucht bleiben sollte, eine körperliche Auseinandersetzung zu vermeiden. Und dass es andere Möglichkeiten gibt, als zu kämpfen. Eben das nicht-kämpfen - manchmal auch durch einen Trick. Es wurde noch hier und da geflüstert, aber dann waren alle schnell eingeschlafen.

Der nächste Morgen begann mit einem gemeinsamen Frühstück in gemütlicher Runde. Anschließend halfen alle fleißig beim Aufräumen und Fegen mit. Dies funktionierte sogar so gut, dass schon etwas eher als geplant mit dem Kata-Wettbewerb begonnen werden konnte. Dabei bekamen alle Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit ihr Können zu demonstrieren, Beifall zu ernten und eine positive Rückmeldung von Juliane zu erhalten. Und Einige erhielten sogar eine der drei begehrten Medaillen.

Vielleicht etwas müde, aber ausgestattet mit viel Gelerntem und bestimmt auch mit einer verdienten Packung Stolz, wurden die Teilnehmer/-innen schließlich von ihren Eltern abgeholt.

Ein ausdrücklicher Dank soll an dieser Stelle an alle Helfer/-innen und Trainer/-innen gerichtet werden, die durch ihr zuverlässiges Engagement dafür gesorgt haben, dass dieses Wochenende nicht nur stattfinden, sondern auch reibungslos ablaufen konnte. Herzlichen Dank!

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01.09.2018 15:47 von Aaron Schrandt

Matsubayashi Ryu Lehrgang mit Sensei Martin O´Malley in Großefehn

Am 1.9.2018 fand in der Gymnastikhalle des beschaulichen Örtchens Großefehn (Ostfriesland) ein Matsubayshi Ryu Lehrgang unter der Leitung des renommierten Senseis Martin O´Malley (3. Dan Matsubayashi Ryu) statt. Angetrieben vom großen Interesse an dieser ursprünglichen Variante des Shorin Ryu Karate Stils folgten zwei Mitglieder unserer Karate-Abteilung (Michael und Aaron) der Einladung des Dojo-Leiters Heinz Teßner.

In Großefehn angekommen, machten wir zunächst Bekanntschaft mit Heinz und weiteren Mitgliedern des Matsubayashi-Dojos, die uns und den anderen Teilnehmern einen herzlichen Empfang mit Kaffee, Plätzchen, Obst und weiteren Leckereien bereiteten. In dem kleineren Teilnehmerkreis kam man bei freundschaftlicher Atmosphäre schnell mit dem Sensei und den übrigen Karateka ins Gespräch und zu Fachsimpeleien. So erfuhren wir z. B., dass es in ganz Deutschland tatsächlich nur etwa eine Handvoll Matsubayashi-Dojos gibt – zwei davon befinden sich in Ostfriesland! So verwunderte es auch nicht weiter, dass einige Teilnehmer z. B. ganz aus Hamburg (Hallo Wolfgang!) bzw. dem Ruhrgebiet (Hallo Wolfgang!) angereist waren.

Der eigentliche Lehrgang begann dann mit einem Aufwärmtraining, dass weniger von Dehnungs- als vielmehr von Koordinierungs- und Kraftübungen mit dem Partner geprägt war. So galt es z. B., in einem abgegrenzten Bereich auf einem Bein hüpfend mit der flachen Hand den Partner auf dem Kopf bzw. an der Schulter zu berühren. Kraftfordernd war auch eine Übung, bei der man in "Ringerstellung" stehend den Partner so hochheben sollte, dass seine beiden Füße den Bodenkontakt verlieren. Abschließend bildeten wir einen großen Kreis und wir machten, im Kiba-Dachi stehend, Oi Tzukis, wobei jeder Teilnehmer immer bis zehn (Kiai!) zählte. Nach Abschluss einer Runde kamen dann Ren und Sanbon Tzukis. Spätestens hier waren wir alle gut aufgewärmt.

Von eigenen Trainingserfahrungen abweichend gestaltete sich auch das Kihon Training. Anstelle der für das Shotokan Karate tiefen Stände wählt man im Matsubayashi vornehmlich einen hohen Stand, aus dem heraus dann die Armtechniken ausgeführt werden. Auch das Vorwärtsgehen weicht vom Gewohnten ab, da man die Füße gerade, also ohne die "Bananenlinie", bewegt, was der natürlichen Gehweise sehr viel näher ist. Im Matsubayashi Ryu häufig verwendete Stände sind zudem Nekoachi Dachi und Shiko Dachi.

Im Anschluss an die Kihon-Übungen durchliefen wir zunächst die Fukyugata Katas 1 und 2, welche die ersten Katas im Matsubayashi Ryu sind. Daran schlossen sich die Pinan Katas an, die in Hinsicht auf Techniken und Embusen den Heian Katas entsprechen. Hier kam uns zugute, dass wir auf dem Lehrgang mit Measara Kyoshi bereits die Pinan Shodan (Heian Nidan) geübt hatten. Aber davon einmal abgesehen, stieß man doch sehr bald an seine Grenzen, was die Techniken und Abläufe angeht, da diese doch sehr ungewohnt waren. Abschließend wurden noch die Naihanchi Katas 1 bis 3 geübt, die an die Tekki Katas 1 bis 3 erinnern. Sensei O´Malley verwies im Mondo wiederholt auf die Notwendigkeit, beim Üben der Kata den Gegner bzw. die gesamte Bedrohungssituation vor dem inneren Auge möglichst genau zu visualisieren, um den Techniken bzw. dem Kampf ein Maximum an Kraft, Dynamik und Realitätsnähe zu verleihen.

Nach dem Kata-Block ging es mit einigen Anwendungsübungen aus dem Bereich der Selbstverteidigung weiter, die wir so oder ähnlich auch im stiloffenen Karate trainieren, so dass wir hier keine größeren Schwierigkeiten bezüglich der Abläufe hatten. Daran anschließend lernten wir die Formen der für das Matsubayashi Shorin Ryu typischen Yakusokzu Kumite-Übungen kennen. Dabei gibt es insgesamt sieben Grundformen. Als Faustregel gilt, dass der Angreifer (jap. Tori) gegenüber dem Verteidiger (jap. Uke) immer unterliegt. Ziel ist es, das Wechselspiel aus Nähe und Distanz zum Partner sowie die Reaktion auf dessen Angriffe möglichst genau zu verinnerlichen.

Den Abschluss des Lehrgangs bildete das Training im Stockkampf (Kobudo). Auch hier mussten wir uns erst einmal an die neuen Abläufe und Bewegungsmuster gewöhnen. Während die Fortgeschrittenen bereits höhere Katas mit dem Bo durchliefen, übten wir unter fachkundiger Beratung zunächst einmal Kihon-Übungsformen, die wir dann auch vor den Lehrgangsteilnehmern präsentierten.

Insgesamt bat das Matsubayashi-Seminar bei Sensei O´Malley einen sehr interessanten Einblick in eine frühe Form des Shorin Ryu Karate, wie es seit vielen Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten auf Okinawa gelehrt und gelernt wird, so dass wir definitiv Lust auf mehr bekommen haben. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen mit dem Dojo Großefehn beim nächsten Lehrgang mit Measara Kyoshi.

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06.08.2018 08:30 von Roland Ahlers

Ausbildung zum Übungsleiter/Trainer B „Haltung und Prävention“ und Erlangen des Qualitätssiegels

Am 25.05.18 habe ich mich mit noch 7 Teilnehmer in Bremen zusammengefunden, um an der Ausbildung zum Trainer B/Übungsleiter in der Prävention „Haltung und Bewegung“ teilzunehmen.  Am 2. Wochenende kamen noch zwei Teilnehmer dazu, um gemeinsam das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zu erlangen. Das ist die höchste Auszeichnung für Vereine in Sachen Gesundheitssport und mit dem Siegel können Trainingskurse für Gesundheitssport sogar auf “Rezept“ angeboten werden,  von denen die Teilnehmer zum großen Teil die Gebühren von den Krankenkassen zurückerstattet bekommen. Hierdurch hat der Verein erst einmal einen finanziellen Gewinn und ein Teil der Teilnehmer bleibt anschließend im Verein, um am Karatetraining teilzunehmen.

In Zuge der Ausbildung wurden viele Bereiche als Grundlage zur Ausführung von Kursen für das Gesundheitstraining erläutert. Dieses tat Vico sehr abwechslungsreich, so das alle Teilnehmer von morgens 09:00 Uhr bis in den späten Abend immer mit voller Aufmerksamkeit dabei waren. Nach dem ersten Tag ist aber auch jedem klargeworden, was wir uns da vorgenommen hatten. Grundlage war ja die Trainer -C Ausbildung. Die lag aber bei den meisten schon Jahrzehnte zurück und wir mussten uns auch wieder an das Lernen gewöhnen, denn das stundenlange Aufnehmen von Informationen ist doch sehr anstrengend.

In der praktischen Einheit ging es dann auch nicht um traditionelles Karate, sondern um Haltungs-, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen. Es fing an mit der Absolvierung des Janda-Test. Hierfür gab es aber nur Kurzbeschreibungen, die wir mit einem Partner erarbeiten mussten, was nicht immer einfach war. Anschließend wurden Übungen mit Balance-Pads, Therabänder und Pezzibälle ausgeführt. Die einzelnen Übungen wurden dann immer mit Techniken aus dem Karate geübt, um später den Kursteilnehmern im Gesundheitssport schon einmal das Karatetraining näher zu bringen. Die gezeigten Übungen waren, auch für die meisten von uns, eine echte Herausforderung.

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26.06.2018 12:47 von Tim Gerdes

Lehrgang mit Lothar Ratschke in Unna

Am 09. Juni fand wieder der jährliche Lehrgang von Lothar Ratschke in Unna statt und auch dieses Jahr waren wieder Mitglieder der Karateabteilung des Schwarz-Weiß Oldenburg dabei.
Das Thema der ersten Trainingseinheit waren einerseits wieder biomechanische Grundlagen insbesondere der Grundtechniken, was immer wieder betont werden muss um eine starke Technik zu entwickeln und ein gesundes Karate zu betreiben, da schädliche Bewegungen verhindert werden sollen. Andererseits wurde der Schwerpunkt dieser ersten Einheit auf die Kata Kanku-Dai gelegt.
Hier wurden dann auch wieder neue Trainingsanreize geschaffen, indem auf bestimmte Passagen näher eingegangen wurde und Potenzial für Verbesserungen erläutert wurde. Abschließend wurden dann noch einige Passagen mit dem Partner als Bunkai geübt.
In der zweiten Einheit stand dann die Kata Tekki Sandan im Fokus. Nachdem wir uns zunächst mit der Kata beschäftigt hatten ging es dann gleich ins Bunkai und es wurden Anwendungen in Prinzipien der Kata gelernt und verfeinert. Abschließend wurden dann noch einmal alle drei Tekki Kata vom Ablauf her geübt. Wie immer fand Lothar Ratschke während und zwischen den Einheiten Zeit Fragen zu beantworten und half somit jedem auf seinem persönlichen Weg im Karate voranzukommen.

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14.06.2018 08:25 von Christina Biendara

Karate Sportabzeichen des DKV im Karate-Dojo des Schwarz-Weiß-Oldenburg e.V.

14 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren aus den Dojos des TV Metjendorf und der SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V. haben sich am Samstag, den 09 Juni 2018 bei nahezu 30° Grad Außentemperatur den Herausforderungen des Karate Sportabzeichens gestellt. Dabei haben sie die sechs Disziplinen „Japan-Test“, Bauchmuskeltest, Rückenmuskeltest, Seilspringen, Knie-Liegestütz und Laufen, erfolgreich gemeistert. Es wurden allgemeinsportliche und karatespezifische Fähigkeiten getestet. So ging es um die Überprüfung der Geschicklichkeit und der Orientierungsfähigkeit, der Bauch- und Rückenmuskelkraft, der Sprungkraftausdauer und –Rhythmus, der Arm- und Rumpfkraft und der allgemeinen Ausdauer. Erreicht werden konnten die drei, nach Stufen gestaffelten Abzeichen, Kosho (Samuraikind), Wakato (Jungsamurai) und Jushi (Samurai).

Zum Abschluss konnte Trainer Michael Gerdes-Röben die Urkunden und Abzeichen an alle Teilnehmer/-innen übergeben. Die Zeremonie wurde von einem kräftigen Applaus der anwesenden Eltern unterstützt. Ein anschließendes Fotoshooting durfte angesichts dieser tollen Leistung natürlich auch nicht fehlen. Ein großes Dankeschön geht an das Helferteam, ohne dessen Unterstützung der Tag nicht möglich gewesen wäre. Und an alle Teilnehmer/-innen: „Herzlichen Glückwunsch und viel Freude beim Tragen der verdient erworbenen Abzeichen!“

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24.05.2018 20:11 von Daniel Schwenker

Okinawa Dento Karatedo – Karate, Bunkai, Kobudo mit Kyoshi Jamal Measara

Auf den Lehrgang mit Kyoshi Jamal Measara freuten wir uns schon seit längerem. Kyoshi Measara wurde von Sensei Werner Bachhuber unterstützt. Beide sind im Seibukan Shorin Ryu und Kobudo Jinbukan „beheimatet“.

Das Dojo wurde vor dem Lehrgang bereits hergerichtet: Im Eingangsbereich befand sich die Cafeteria mit warmen und kalten Speisen und Getränken. Die kleinere Halle wurde zur Mensa umfunktioniert und in der großen trainiert. Mit knapp 60 Teilnehmern jedweder Graduierung war die Halle gut gefüllt und jeder hatte noch ausreichend Platz, was vor allem für die Kobudo-Einheit zum Schluss von Vorteil war. Doch nicht nur Karateka des Shotokan nahmen teil, sondern zum Beispiel auch Karateka des Shitoryu und des Wado Ryu (der Lehrgang war ohne Stilbegrenzung ausgeschrieben). Dass Karateka der verschiedenen Stile interessiert waren, lag sicherlich auch daran, dass diese Stile auf das Shorin Ryu Karate zurückzuführen sind.

Der Lehrgang begann mit der gemeinsamen Begrüßung und „onegai shimasu“, was auf eine höfliche Art gegenseitigen Respekt und Dank dem Gegenüber auch für das gegenseitige voneinander Lernen ausspricht.  

Direkt darauf überreichte Michael Gerdes-Röben eine Flasche Wein und die Oldenburgische Spezialität „Oldenburger Torfsoden“ (Gebäck) an die aus dem Süden Deutschlands angereisten Measara-Kyoshi und Bachhuber-Sensei.

Bachhuber Sensei begann mit einem sehr strukturierten Aufwärmtraining. Die einzelnen Übungen wurden jeweils beim Namen genannt, kurz gezeigt und von allen ausgeführt. Entgegen den uns bekannten Aufwärm- und Kräftigungsübungen variierten die traditionellen Methoden mal mehr, mal weniger. Früh war deutlich, dass sich Shorin Ryu und Shotokan Ryu deutlich voneinander unterscheiden. Das dem Shaolin (sogar wörtlich) nähere Shorin Ryu zeigt Bewegungen, die nicht durch den Sport oder den Wettkampf verändert wurden um Disziplinen zu entsprechen. Auch die Stände sind oft höher. Im starken Gegensatz zur heutigen Ordnung im Karate gab es früher weder Karategi noch ein einheitliches Prüfungsprogramm. Die Meister berücksichtigten die Stärken und Schwächen ihrer wenigen Schüler und passten die Ausbildung an den jeweiligen Charakter an.

Eigentlich ist Karate leicht zu erlernen“, „Karate ist 99% Entspannung und 1% Anspannung“ und „Karate ist Selbstverteidung“, waren wichtige Aussagen Measaras (Dies sind keine Zitate, sondern sinngemäße Formulierungen). Die Übungen und theoretischen Inhalte, die Kyoshi Measara uns mitbrachte, führten uns auf den Weg zu diesen Aussagen.

Auf dem Programm standen neben Theorie, (Karate-)Geschichte, Bunkai und Kata. Wir starteten mit der Pinan Shodan, die im Shotokan als Heian Nidan bekannt ist. Die von Measara-Kyoshi gezeigte Bunkai war sehr eingängig und uns stand großzügig viel Zeit zu um diese zu verinnerlichen. Am Ende jeder Übung bedankten wir uns mit „arigatou gozaimasu“, was laut Kyoshi Measara neben „onegai shimasu“ die wichtigste Lektion des Tages war - der Gegenseitige Dank mit und an dem Gegenüber zu wachsen.

Für viele war die ausgiebige Verwendung des Shikodachi, der ähnlich zu dem Kibadachi ist, sicherlich neu und auch die Drehbewegung auf dem Fußballen anstatt der Ferse sorgte für Gesprächsstoff. Für das okinawanische Karate mit den eher hohen Ständen sind sowohl der Kontakt der Fußballen zum Boden als auch die Hüftbewegung wichtig. Dadurch ergibt sich, dass man oft bei einem Standwechsel seinen Körperschwerpunkt nicht verlagert. Dagegen begünstigen die tiefen Stellungen des Shotokan den Einsatz der Ferse und man bewegt sich oft über weitere Strecken. Das fiel vor allem auch bei den Kihon-Übungen auf. „Übungen“ wurde hier bewusst als Wort gewählt, da dieses die direkte Übersetzung der von uns ausgeübten „Kihon Renshu“ ist. Der große Unterschied zu den uns bekannten Kihon-„Bahnen“ ist, bei denen man viele Meter vor und zurück läuft, dass man sich hier quasi nicht von der Stelle bewegt. Jede Technik oder Kombination und die dazugehörigen Stände werden mehrfach wiederholt. Die Bewegung liegt aber auch hier im ganzen Körper und den ständigen Stand- und Richtungswechseln. Als Abschluss der Kihon Renshu zeigte Bachhuber-Sensei noch einige fortgeschrittene Bewegungen.

Kyoshi Measara demonstrierte zudem viele versteckte Techniken, Hebel und Angriffe auf Vitalpunkte aus diversen Kata. Besonders beleuchtet wurde noch einmal die die Pinan Sandan bevor es dann zu dem weiteren Lehrgangsthema Passai ging. Wir betrachteten mit besonderem Augenmerk die Unterschiede zwischen Bassai Dai/Sho und der Passai und übten einige Anwendungen der Passai.

Generell war die Mischung aus Demonstration von Measara-Kyoshi und Bachhuber-Sensei, die individuellen Tipps und Hinweise beim Ausführen der Übungen sehr angenehm. Sie sorgten für viel Abwechslung, wenngleich der Wechsel zwischen Warm und Kalt durch Bewegung und Theorie auf die effektive Lehrgangsdauer von über sechs Stunden durchaus an den Kräften zehrte. Die Nachfragen und Diskussionen waren stets auf höflich-freundlichem Niveau und auch kleine Späße wurden gemacht.

Die letzte Einheit bildete das Kennenlernen und Führen eines Bo oder auch Stocks jedweder Länge. Wir begannen mit der Art und Weise einen Bo zu halten und gingen über zu einfach bis zuletzt schwierigeren Bewegungs- und Griffwechselübungen. Den Großteil der letzten 90 Minuten übten wir Basis-Bo-Sequenzen, derer es einige gibt. Bis zum Ende kamen wir leider nicht, wobei das gelernte, vor allem für Anfänger, schon enorm war. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass man mit einiger Karate-Erfahrung schon viele wichtige Bewegungskenntnisse für das Führen eines Bo mitbringt und der Einstieg entsprechend flüssig verläuft. Von Kyoshi Measara wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass Bo und Karate quasi unzertrennlich sind, sich gegenseitig fördern und ergänzen.

Zum Schluss möchten wir Kyoshi Jamal Measara und auch Sensei Werner Bachhuber ein herzliches arigatou gozaimasu für das Annehmen unserer Einladung und den gemeinsamen Lehrgang ausrichten (auch dafür, dass diese ganz aus Kelheim in Bayern angereist sind). Arigatou gozaimasu ebenfalls an alle, die mitgeholfen haben diesen Lehrgang in die Wege zu leiten und zu realisieren.

Das werden wir bestimmt wiederholen.

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09.03.2018 12:30 von Juliane Schulze

Youtube-Stars von morgen  - das NWZ-Filmteam zu Besuch

Freitag ist immer ein besonderer Tag. Für manche ist es einfach der Start ins Wochenende. Bei uns ist es der Tag in der Woche, an dem Karatekas jeden Alters und Graduierung im Dojo trainieren. Der 09. März war nun ein ganz spezieller Freitag, denn ein Filmteam der NWZ kam uns besuchen um sich ein Bild von unserem Karate-Do zu machen. Ab 18 Uhr wollte ein Reporter mit uns trainieren und sich Kniffe der Selbstverteidigung zeigen lassen. Ab 17.30 Uhr sammelten sich die Kids vor der Tür und bekamen von Roland eine Einweisung, wie man den Gürtel so bindet, dass die Enden auch wirklich gleich lang sind. Es lag Spannung in der Luft. Da keiner bisher Erfahrungen mit einem ähnlichen Projekt sammeln konnte, war alles möglich.
Das galt natürlich nicht für das Reporterteam und dank ihrer Routine konnten wir zügig anfangen. Nach einer kurzen Begrüßung ließ Reporter Christoph sich zeigen, wie er den Karateanzug richtig anzieht und war kurz darauf schon wieder in der Halle. Für Michael hieß das, sich den vielen Fragen zum Karate-Do zu stellen, während das Aufwärmen im Hintergrund weiterlief. Zwischendurch gesellte sich Christoph zu den Kids, sodass alle gemeinsam die Übungen durchführen konnten. Während die Kids sehr konzentriert Kihon-Bahnen liefen und danach in Dreier- und Vierergruppen Partnerübungen durchführten, bekam der Reporter eine kurze Einführung in die Grundtechniken. Dabei versuchte er Michael immer wieder aus der Reserve zu locken. Gebannt schauten alle zu, als Michael sich gegen wilde Angriffe verteidigen sollte und Christoph des Öfteren auf der Matte landete. So in Action haben die meisten Kids ihren Trainer wohl auch noch nicht gesehen. Am Ende gab es ein dickes Lob der Trainer, da alle so konzentriert mitgearbeitet hatten.
Es folgte der Einmarsch der Erwachsenen, wir wollten unsere ganze Abteilung vorstellen. Anders als beim Kindertraining trainierte Christoph diesmal die meiste Zeit in unserer Mitte. So kam er in den vollen Genuss eines von Rolands kurzen, aber doch intensiven Aufwärmtrainings. Auch danach gab es keine große Sonderwurst für den Reporter. Umgeben von bunten Gürteln lief er die Kihon-Bahnen mit und ließ auch die Partnerübungen nicht aus. Es war erstaunlich, wie gut er nach der kurzen Einführung von Michael schon mithalten konnte. Nur als später zwei Kata präsentiert wurden, durfte er kurz verschnaufen. Das obligatorische Durchschlagen eines Bruchtesters durfte natürlich nicht fehlen und abgerundet wurde das ganze durch eine Demonstration verschiedener Möglichkeiten der Selbstverteidigung. Da fühlen besser ist als sehen, durfte Christoph selbst die Angriffe auf Roland starten.
Alles in allem war es ein toller Trainingstag. Besonderer Dank gilt unserer Pressewartin Christina, die das Ganze in die Wege geleitet und organisiert hat, den Reportern der NWZ und unserem neuen Filmstar Michael, der sich der stressigen Situation vor der Kamera gestellt hat.

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